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Schmerz, lass endlich nach!

Rückenschmerzen sind nicht einfach nur Rückenschmerzen – das allein würde ja eigentlich schon reichen. Sie erzeugen auch noch weitere Schmerzen durch die manchmal extremen Muskelverspannungen, die sie nach sich ziehen. So beginnt ein Teufelskreis, bei dem das eine das andere permanent triggert.

Zähne zusammenbeißen und nichts gegen die Pein zu unternehmen, ist deshalb keine gte Idee! Stattdessen gibt es viele, nicht-operative und sogenannte konservative Therapien, die Sie nutzen können und sollten: von heißer Dusche oder Wannenbad über sanfte Schmerzöle bis zu Schmerzmitteln (vorübergehend!); von Stufenlagerung über Physiotherapie bis zu Yoga oder Rückenschule. Probieren Sie aus, was Ihre Beweglichkeit fördert und Ihnen aus der Starre heraus hilft. "Keine noch so gute Operation hilf", sagt Neurochirurg Dr. Munther Sabarini, "wenn man nicht selbst regelmäßig etwas für die eigene Beweglichkeit tut."

 

Erkrankungen der Wirbelsäule, die in der Avicenna Klinik behandelt werden – und die Erklärungen dazu – finden Sie hier:

 

BANDSCHEIBENVORFALL

 

Der klassische Bandscheibenvorfall ist das Austreten des zähflüssigem Materials (Nucleus pulposus) aus dem Kern der Bandscheibe. Durch eine Ruptur (Riss) der zähen, bindegewebigen Hülle der Bandscheibe (Anulus fibrosus), wird das Innere der Bandscheibe nach außen gedrückt. Meistens (zu 95%) sind die Bandscheiben der Lendenwirbel L4/L5 oder L5/S1 betroffen. Nach der Lendenwirbelsäule ist vor allem die Halswirbelsäule (C5/C6 und C6/C7) betroffen. Typischer Auslöser für einen Bandscheibenvorfall ist das vornübergebeugte Heben von Lasten. Im Normalfall federn gesunde Bandscheiben wie kleine Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln Belastungen ab. Das Überraschende: Viel Menschen mit Bandscheibenvorfällen haben keine oder kaum Schmerzen; andere Menschen ohne nachweisbaren Bandscheibenvorfall dagegen unerträgliche.


MYELOPATHIE

 

Wenn das Rückenmark unter Druck gerät!
Kommt es zu einer Schädigung des Nervengewebes im Rückenmark der Hals- oder Brustwirbelsäule, gilt das als Myelopathie. Das Wort Myelopathie setzt sich aus den altgriechischen Bestandteilen „Myelon“ für Rückenmark und „Pathos“ für Leiden oder Schmerz zusammen. Im Inneren der Wirbelsäule befindet sich der Spinalkanal, und darin verlaufen das Rückenmark sowie in der unteren Wirbelsäule die Nervenfasern. Bei einer Myelopathie sterben Teile des Nervengewebes ab. Zu den typischen Symptomen zählen Feinmotorik- und Gleichgewichtsstörungen.

 

SCHLEUDERTRAUMA

 

Dabei kommt es durch eine plötzliche Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule (HWS) – beispielsweise bei einem Autounfall – zu Verletzungen im Halsbereich. In der Folge können Symptome wie Nacken- und Kopfschmerzen sowie Schwindel auftreten. Meist bedarf ein Schleudertrauma keiner besonderen Behandlung. Sehr hilfreich allerdings: Physiotherapie, regelmäßige Wärmeanwendungen sowie Medikamente lindern Verspannungen. Bei starken Zerrungen kann eine Halskrause entlastend wirken. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Betroffene nicht zu lange eine Schonhaltung einnehmen, sondern möglichst schnell wieder in Bewegung kommen.

 


WIRBELBRUCH


Die Achse des menschlichen Körpers ist die Wirbelsäule: Sie erfüllt wichtige statische Aufgaben und dient dem Schutz innerer Organe und des Rückenmarks – und sier erlaubt Bewegung in alle Richtungen.
Zu einem Wirbelbruch der eigentlich sehr stabilen Wirbelkörper kann es nur kommen, wenn diese von außen massiv traumatisiert werden (Auto-, Fahrrad- und Motorradunfälle, Kopfsprung in flaches Wasser, Sturz, Sport, Gewalt). Dies geschieht nur bei einer großen äußeren Krafteinwirkung. Einen Aufprall solch extremen Ausmaßes kann die Muskulatur nicht abfangen.
Ein Wirbelbruch kann jedoch nicht nur durch einen Unfall verursacht werden, sondern auch altersbedingt sein. Der Knochen des Wirbelkörpers ist im Alter durch Verschleiß angegriffen. Schon leichte äußere Einflüsse bewirken dann einen Wirbelbruch, zum Beispiel wenn der Wirbelkörper aufgrund einer bestehenden Osteoporose bereits vorgeschädigt und instabil ist.

 

OSTEOPOROSE

 

Nach Expertenschätzungen sind allein in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt – mit steigender Tendenz. Laut WHO wird sich die Zahl der von dieser chronischen Knochenkrankheit Betroffenen weltweit in zwanzig Jahren verdoppeln. Schätzungsweise 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer erkranken an Osteoporose.

Osteoporose ist eine Alterserkrankung des Knochens. Ab dem 35. Lebensjahr nimmt der Kalzium-Gehalt im Knochen konstant ab. Es wird mehr Knochengewebe ab- als aufgebaut. Die Knochendichte vermindert sich – es entsteht Knochenschwund. Das Skelett ist nun anfälliger für Brüche (Frakturen). Am häufigsten entsteht ein sogenannter Wirbelkörper-Einbruch (Sintierung, Kompressionsfraktur), prozentual gefolgt von einem Oberschenkelhalsbruch.

Eine wichtige Botschaft: Osteoporose kann man nicht nur vorbeugen, sondern sie lässt sich auch aufhalten und die Festigkeit der Knochen kann wieder aufgebaut werden.
Risikofaktoren: Bewegungsmangel, Ernährungsmangel, Östrogenmangel, Alkohol, Koffein, Nikotin und bestimmte Medikamente (z.B. Kortison)

 

WIRBELGLEITEN

 

Wirbelgleiten, auch als Spondylolisthesis bezeichnet, ist das Gleiten eines Wirbelkörpers mitsamt seiner Bogenwurzeln, Querfortsätzen und oberen Gelenkfortsätzen. Sie tanzen buchstäblich aus der Reihe. Normalerweise bildet die Wirbelsäule eine gleichmäßige, leichte S-Kurve, der sich alle Bestandteile anpassen. Bei sogenannten Gleitwirbeln oder auch Wirbelgleiten rutschen ein oder mehrere Wirbel aus ihrer normalen Position heraus. Diese Instabilität kann verschiedene Ursachen haben: So lassen einerseits angeborene Verformungen der Wirbelsäule die Wirbel aus ihrer gewohnten Lage herausgleiten. Andererseits führen auch allmähliche Veränderungen wie Verschleiß, Knochenabbau oder vorausgegangene Frakturen zu Gleitwirbeln. Altersbedingte Veränderungen der Bandscheiben sowie die Abnutzung der Wirbelkörper sind die häufigste Ursache eines Wirbelgleitens. Betroffen sind häufig Menschen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Denn mit den Jahren verlieren die Bandscheiben, die als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln sitzen, an Flüssigkeit und damit an Volumen.

 

 

SPINALKANALSTENOSE

 

Der Begriff Spinalkanalstenose  (Spinalstenose, spinale Stenose, Wirbelkanalstenose) bezeichnet eine Verengung des Kanals in der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark verläuft. Diese Spinalkanalverengung kann durch Druck auf das Rückenmark, Nerven und Blutgefäße zu Rückenschmerzen und bleibenden Nervenschädigungen führen.

Bei der Spinalkanalstenose  verengt sich der Wirbelkanal durch Ablagerung von Kalk oder knöcherne Anbauten und / oder Verdickung der Bänder. Folglich werden die Nerven im Spinalkanal eingeklemmt.

Die Spinalkanalstenose entsteht gewöhnlich durch langjährigen Verschleiß mit Ablagerung von Kalkstrukturen und Verdickung der Bänder oft kombiniert mit Bandscheibenvorwölbungen. Am häufigsten sind Menschen über 60 Jahre betroffen.

 

SKOLIOSE


Der Begriff Skoliose leitet sich von dem griechischen Wort skolios = krumm ab. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei welcher diese seitlich verkrümmt ist und einzelne Wirbel verdreht sind.

Bei der Skoliose sind einzelne oder mehrere Wirbel bzw. Wirbelkörper sowie die entsprechenden Bandscheiben, Bänder und Gelenke so verdreht, dass sie nicht mehr ihre natürliche Form aufweisen.
Durch diese seitliche S-Verkrümmung der Wirbelsäule ist die Beweglichkeit vermindert. Die Skoliose lässt sich nicht durch eine gute Körperhaltung ausgleichen, sondern ist chronisch. Das bedeutet, dass sie dauerhaft bestehen bleibt und sich ohne entsprechende Therapie und Behandlung mit zunehmendem Alter verstärkt.

 

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