Phytotherapie

Pflanzenheilkunde ist eines der ältesten Heilverfahren der Menschheit – der Tiere übrigens auch! – und verfügt deshalb, ähnlich der Akupunktur, über einen ungeheuren Erfahrungsschatz. Innerhalb der sogenannten Phytotherapie werden Auszüge aus gründlichst erprobten Heilpflanzen gewonnen und u. a. zu Tabletten, Säften, Salben, Tees oder Tropfen weiterverarbeitet.

Die Benediktinernonne Hildegard von Bingen (1098 – 1179) ist eine der berühmtesten Vertreterinnen dieser Methode,  in der Heilpflanzen eine wichtige Rolle spielen: von Anis über Brennnessel, Eisenkraut und Fenchel bis zu MistelSchafgarbe und Thymian.

Die Pflanzenheilkunde insgesamt ist über 3000 Jahre alt – Phytotherapie, wie wir sie kennen, ist das westliche Äquivalent zur chinesischen Kräuterheilkunde und dem indischen Ayurveda. 

 

DAS ZIEL: Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts galten Pflanzen als die wichtigsten Heilmittel, um den menschlichen Organismus in seinen Funktionen anzuregen und zu optimieren. Die Kräuterauszüge aus der ganzen Pflanze – im Gegensatz zu chemischer Isolation einzelner Wirkstoffe –, unterstützen Körper und Seele bei der Bekämpfung von akuten und chronischen Krankheiten.

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DER WEG: Phytotherape gilt als ein gut beforschtes und von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften anerkanntes Gebiet, sowohl der unabhängigen als auch der integrativen Medizin. Die Erklärungsmodelle dieser natürlichen Heilmethode basieren auf der unmittelbaren pharmakologischen Wirkung der Auszüge aus der jeweils ganzen Pflanze. Auch eine Vielzahl moderner Arzneien stammt im Ursprung aus Pflanzen wie zum Beispiel der Weidenrinde, dem Baldrian oder dem Fingerhut.

Zu den wirksamen Inhaltsstoffen zählen u. a. ätherische Öle, Alkaloide, Anthranoide, Bitterstoffe, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Saponine und Schleimstoffe. 

 

∞ Entzündungshemmende Kamille als Tee oder Inhalation

∞ Fencheltee, der Blähungen vertreibt 

∞ Echinacea, um die Immunkräfte zu stärken 

∞ Johannsikraut gegen depressive Verstimmungen

∞ Pfefferminze gegen Kopfschmerzen und als Schleimlöser 

∞ Mariendistel zur Leberstärkung:

 

das Spektrum der Phytotherapie ist hilfreich in nahezu allen Lebenslagen!

 

Es umfasst Hunderte von nennenswerten Zubereitungen, die auf unterschiedlichste Weise hilfreich sein können… vom Umschlag mit frischen Pflanzenauszügen über ätherische Öle bis hin zu Tinkturen und Tabletten. 

 

Heilpflanzen im Sinne der Phytotherapie kommen als alleinige, alternative oder ergänzende Methode gleichermaßen infrage und sind bei leichteren Gesundheitsstörungen auch gut als Therapie in Eigenregie geeignet.

Von der WHO wird Phytotherapie unter den alternativen Heilverfahren als die weltweit am häufigsten eingesetzte Methode geführt, gefolgt von Homöopathie und Akupunktur. 

 

Wie bei allen anderen Medikamenten, kommt es jedoch auch in der Phytotherapie auf eine hohe Qualität in der Herstellung an – und auf die Erfahrung des Arztes oder Heilpraktikers, der sie bei komplexeren Krankheitsbildern allein oder begleitend einsetzt. 

 

 

Mehr Informationen: www.phytotherapy.org

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