Integrative Medizin

Die Naturheilkunde bietet ein breites Spektrum von natürlichen Behandlungsmöglichkeiten bei Gallensteinen und anderen Gallenerkrankungen. Die Traditionelle Chinesische Medizin geht von Störungen der Energieverteilung in den entsprechenden Meridianen aus und behandelt diese mit Akupunktur. Grundsätzlich gilt: Die Galle steht für Ärger, Bitterkeit und Aggression. Wer zornig ist, möchte am liebsten „Gift und Galle spucken“. Oder uns "läuft der Galle über". In unserer Sprache bringt "Dr. Volksmund" die Auslöser von gesundheitlichen Störungen oft präzise auf den Punkt. Homöopathie kann mit der zum Typ und den Modalitäten passenden Arznei die Schmerzen zu lindern helfen – allen voran mit Belladonna, Colocynthis und Magnesium phosphoricum. Alle drei sind bewährte Krampf- und Kolikarzneien – wenn auch für unterschiedliche Konstitutionstypen und Auslöser. Welches im einzelnen am besten passt, sollte wegen der Schwere der Beschwerden deshalb ein erfahrener Therapeut entscheiden.  

Die Galle ist darum so bedeutend für uns, weil sie hilft, Schlackenstoffe aus dem Körper zu transportieren, die Fettverdauung zu unterstützen und wichtige Spurenelemente aus der Nahrung aufzunehmen.  

Bei der Behandlung spielte von jeher die Phytotherapie eine wichtige Rolle. Die Erfahrungsheilkunde kennt viele Pflanzen, die helfen können, den Stoffwechsel des Organs zu verbessern. Alle drei Verfahren können ergänzend auch nach chirurgischen Eingriffen zur Rekonvaleszenz genutzt werden, damit sich der Körper leichter auf die veränderte Verdauungssituation einstellen kann.

 

Die Spezialisten vom Portal für Gesundheit, Naturheilkunde und Heilpflanzen www. phytodoc.de empfehlen zur Vorbeugung von Gallensteinen diese Pflanzen aus der Naturheilkunde:

  • Krämpfe, leichte Gallenkolik: Artischockenblätter, Erdrauchblätter, Schöllkraut
  • Übelkeit: Artischockenblätter, Pfefferminzblätter -öl, Ingwer
  • Blähungen: Wermutkraut, Artischockenblätter, Pfefferminzblätter
  • Appetitlosigkeit und Schwäche: Wermutkraut, Pfefferminzblätter, Löwenzahnwurzel und -kraut, Mariendistelfrüchte
  • Dyspepsie: schwarze Rettichwurzel, Pfefferminzblätter, Schafgarbenkraut und -blüte, Wermutkraut, Kombination mehrerer Heilpflanzen mit Schleifenblume, Tausendgüldenkraut, Enzian, Wegwarte
     

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Ein Wundergewürz namens Curcuma

​Aus der indischen Küche ist es nicht wegzudenken; zur Vorbeugung gegen Infektionen auf einer Reise dorthin idealer Weise auch nicht. Curcuma ist ein Gewürz, das sich ausgesprochen positiv auf den Leber-Galle-Stoffwechsel und auch auf das Immunsystem auswirkt.

  • Fettverdauungsstörung/Malabsorption: ArtischockeSchafgarbe, CurCuma, Engelwurz,Wermut, Boldo, Erdrauch, Schöllkraut, LöwenzahnKnoblauch
  • Verstopfung: schwarze Rettichwurzel
  • klassische Prophylaxe: Curcumawurzelstock (Bestandteil von Curry), javanische Gelbwurzel
  • Beschwerden nach Gallenoperation (Postcholezystektomiesyndrom): Curcumawurzelstock
  • Blähbauch (Roemheld-Syndrom): Galgantwurzelstock, karminative Pflanzen (wie Anis,Kümmel, Koriander, Fenchel, Dill)
  • Traditionell nutzt man den Tee des Labkrauts (Galium verum). Er soll sich positiv auf Gallen- und Nierensteine auswirken. Getestet ist das aber nicht.

 

FETTARM IST DIE RICHRIGE ENTSCHEIDUNG

Da es sich bei der Bildung von Gallensteinen offenbar um eine Störung im Fettstoffwechsel handelt, ist der Rat sowohl der klassischen Schulmedizin als auch der Naturheilkunde, mit Fett äußerst sparsam umzugehen und auf eine ausgewogene und frische Ernährung zu achten.

Eine möglichste große Vielfalt an Vitaminen – ganz besonders frisches Vitamin C –, Verdauungsenzymen (Papaya, Mango, Ananas), Spurenelementen und Mineralien hilft dem Körper bei der Entgiftung und erhöht die Vitalität und den Nährsoffaustausch der Zellen.

 

Das Internetportal „Zentrum der Gesundheit“ rät:

Lecithin ist ein Lipid, das aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin besteht und auch im Gallensaft enthalten ist. Es hat die Fähigkeit, Fette in Wasser zu lösen und damit transportfähig zu machen. Zudem verbindet es die einzelnen Bestandteile des Gallensaftes miteinander. Insbesondere dem Lecithin-Bestandteil Phosphatidylcholin wird nachgesagt, das Wachstum von Gallensteinen zu verhindern und Gallensteine auflösen zu können.

Apfelessig: Dieses einzigartige Hausmittel wird von vielen Experten als sichere und effektive Methode gepriesen, Gallensteine auf natürliche Weise zu beseitigen. Um die Gesundheit Ihrer Gallenblase zu verbessern, sollten Sie täglich 1 Liter biologischem Apfelsaft (natürlich ohne Zuckerzusatz) mit 2 bis 3 TL biologischen Apfelessig mischen und dies regelmässig über den Tag verteilt trinken.

Äpfel und frisch gepresster Apfelsaft sind selbstverständlich ebenfalls reich an Apfelsäure und vielen weiteren wichtigen Substanzen, weswegen auch dies eine empfehlenswerte Option darstellt. 

Rettich: eines Lebensmittel, das offenbar den Gallenfluss anregt. Sowohl die Wurzel als auch der Saft des Rettichs haben diese positive Wirkung.

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